18.2.2020 #diskursiv Vortrag & Diskussion mit Ralf Ruckus

In Kooperation mit dem Café DeCentral fand der Vortrag von Ralf Ruckus statt und anschließend gab es eine sehr intensive und ausführliche Diskussion.

Kampf gegen die drohende Diktatur in Honkong
Der Kampf gegen die drohende Diktatur in Hongkong

In der europäischen Linken hat die Debatte über die Bewegung in Hongkong seltsame Formen angenommen. Die Zeitschrift "konkret" vergleicht sie pauschal mit den Rechtsextrem_innen von Pegida, für Slavoj Žižek ist sie eine „Revolte der Reichen“ zur Erhaltung ihrer Privilegien. Mit der komplexen Realität hat das wenig zu tun.
Heterogen zusammengesetzt, ohne Anführer und Repräsentante_innen, ohne zentrale Organisation und Programm kämpfen die Protestierenden seit Juni 2019 kreativ und solidarisch gegen Polizeigewalt, Kriminalisierung, und die Intervention des autoritären Regimes der Kommunistischen Partei Chinas in Hongkong.
Ein Großteil der Linken aus Hongkong ist an Selbstorganisierung und Widerstand beteiligt, mischt sich in die politischen Debatten ein und kritisiert u.a. die rassistischen Haltungen anderer Beteiligter oder die fehlende Kapitalismuskritik der Bewegung.

Ralf Ruckus berichtete von seinen Beobachtungen in Hongkong und stellte Bezüge her zur linken Debatte, hier wie dort und dem derzeitigen weltweiten Zyklus sozialer Kämpfe.

Kampf gegen die drohende Diktatur in Honkong