Sperrstunde - Das Ende der Nacht

Wir verlieren euch nicht aus den Augen. Wir denken über euch nach. Wir kommentieren.

Wir freuen uns, dass wir im Rahmen der TKI open 21_ausbaden mit unserem Projekt „Sperrstunde – Das Ende der Nacht“ ausgewählt wurden. Mit den Covid-19 Maßnahmen Anfang März 2020 war die Club- und Nachtkultur, einer der am härtesten betroffenen Kulturbereiche. Nach wie vor stehen viele Orte still, können nicht genutzt werden oder haben bereits geschlossen. Der Club ist ein sozialer Ort, wo Menschen Raum für Hedonismus und Eskapismus aus dem Alltag finden. Egal ob Menschen sich zum Austauschen treffen, zum sozialen Experimentieren oder einfach nur die ganze Nacht zu tanzen. Für viele Menschen ist der Club ein Ventil, welches ihnen eine Auszeit von der Lohnarbeitsmüh(l)e ermöglicht. Als politischer Raum ermöglicht Clubkultur eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normvorstellungen. Geschlossene Clubs bedeuten nicht nur das Wegbrechen sozialer und politischer Räume, sondern damit einher geht auch eine tiefgreifende Veränderung des urbanen Nachtlebens und folglich auch der Stadt als soziales Gefüge. Wenn Kultur und Ausgehorte fehlen, bedeutet das nicht, das neue nachkommen, sondern in einer kapitalistischen Raumpolitik folgen nicht automatisch die gleichen Räume, sondern es setzen sich jene durch, die da Kapital haben sich neue Räume, wie in einer Stadt wie in Innsbruck, zu leisten. Folglich muss damit gerechnet werden, dass auf Grund der „Coronakrise“ die Stadt sich nachhaltig verändert, aber nicht in einem Sinne, dass es mehr Freiräume geben wird. Damit einher gehen mehr Restriktionen und Sicherheitspolitische Überlegungen deren Ausgangspunkt bereits vor der Pandemie ihren Ursprung hatten.
Mit unserem Projekt „Sperrstunde – Das Ende der Nacht“ wollen wir als Kulturkollektiv ContrApunkt die anstehenden Veränderungen der Club- und Nachtkultur theoretisch begleiten und dokumentieren, aber auch darüber nachdenken, in welcher Stadt wir überhaupt leben wollen?

Euer Kulturkollektiv ContrApunkt

::: AGAINST SEXISM ::: AGAINST RACISM ::: AGAINST FASCISM ::: AGAINST NATIONALISM ::: AGAINST REALITY :::

Die erste Veranstaltung läuft unter dem Motto „Wer braucht schon Clubs?“ und findet am 17. April 2021 statt.
Dieser Veranstaltungstag beschäftigt sich mit dem Club als sozialen und politischen Raum.
Welche Bedeutung haben Club- und Nachtkultur und deren Räume für Menschen, für die Stadt und für Kulturproduktion?
:::MORE INFOS SOON:::

Diese Veranstaltung wird unterstützt von: