Workshop - Chancen zur Überwindung von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

6. Dezember 2011/ Die Bäckerei: Im Rahmen der Ausstellung Tatort Stadion fand ein Workshop von der Faninitiative Innsbruck mit Studierenden der LFU der Universität Innsbruck

Workshopthema - Chancen zur Überwindung von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit im und durch den (Fußball-)Sport

Nicht ohne Grund ist der Sport oft schon als „Spiegelbild der Gesellschaft“ beschrieben worden. Dieser populäre sozialwissenschaftliche Topos weist auch darauf hin, dass sich im sozio-kulturellen Feld des Sports sowie dessen politischen und ökonomischen Verflechtungen exemplarisch gesellschaftliche Ideologien und Herrschaftsverhältnisse aufzeigen lassen. Dies gilt auch für Rassismus und Xenophobie, insbesondere für die Ausprägungen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, die sich gerade im beliebten Zuschauersport Fußball und dem damit verbundenen Fantum reproduzieren. Gleichzeitig wurden in der Vergangenheit seitens der Sportverbände und staatlichen Institutionen, nicht zuletzt aber auch von vielen Fußballfan-Initiativen zahlreiche Projekte forciert, die darauf abzielen, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken. Schließlich bietet der gesellschaftliche Teilbereich des Sports prinzipiell ein geeignetes Vehikel, um Feindbilder und Vorurteile zu überwinden und ein interkulturelles und interreligiöses Miteinander zu fördern.

Zur Person STEFAN HEBENSTREIT:

Diplom-Politologe, Universität Marburg/Lahn, Dozent für Politische Bildung am Lernzentrum Bildungsarena der Deutschen Sportjugend Frankfurt, Projektkoordinator und Referent der Faninitiative Innsbruck.